Vorschlag zum Inhalt einer Klebekiste

Werkzeug:

- Schere

- Messer

- Waage

Material:

- Gewebe

- Harz

Hilfsmittel:

An der Schere sollte man absolut nicht sparen. Sie sollte geeignet sein, Kevlarfäden zu schneiden, ohne dabei das Gewebe auseinander zu ziehen. Da gerade Kevlar, das bekanntlich ja auch in kugelsicheren Westen Verwendung findet, selbst die beste Schere schnell stumpf werden lässt, sollte die Schere bei Bedarf nachgeschliffen werden. Wer das selbst erledigen kann und will, benötigt dazu noch einen Schleifstein.

Ein Messer kann man eigentlich immer brauchen. Am besten holt man sich direkt ein Multi-Tool mit Zange und Säge.

Damit die Harzmischung immer gelingt, sollte eine Waage verwendet werden. Eine elektronische Waage mit Tara-Funktion und 0,1 Gramm Genauigkeit gibt es schon ab 20 Euro, einfache mechanische Waagen sogar deutlich billiger. Um zu verhindern, daß die Waage mit verkleckertem Harz zugekleistert wird, kann man sie eine durchsichtige Plastiktüte stecken oder in Frischhaltefolie einschlagen.

Mit Kohlegewebe, Kohle/Kevlar-Mischgewebe und Kevlarband ist man für ziemlich jeden Fall gewappnet.

Ideal, wenn auch etwas teurer ist das Harz H285. Es ist leicht zu verarbeiten und mit einer Topfzeit von 1 Stunde und einer Aushärtezeit von 24 Stunden ein guter Kompromiß. Daneben sind auch Harze mit Topfzeiten von 30 Minuten oder 2 Stunden sowie entsprechend abweichenden Aushärtezeiten verfügbar. Deutlich preiswerter ist tschechisches Industrieharz, das jedoch empfindlich auf Schwankungen von Mischungsverhältnis und Umgebungstemperatur reagiert. Bei niedrigen Temperaturen ist es aufgrund seiner zähflüssigen Konsistenz schwer zu verarbeiten, bei hohen Temperaturen neigt es zur unkontrollierten Reaktion.

Zuerst sind hier Mischgefäße, Rührhölzer und Pinsel zu nennen. Letztere können nach der Benutzung in Verdünnung oder Aceton ausgewaschen und so wiederverwendet werden, am Ende gewinnt aber immer das Harz.
Frischhaltefolie und Abreißgewebe sind unentbehrlich für die Herstellung glatter Oberflächen. Klebeband wird dabei auch massenhaft gebraucht. Einweghandschuhe können sowohl zum Abkleben der Bootsspitzen als auch, ganz klassisch, als Handschuh beim Innenausbau verwendet werden.
Schleifpapier wird zum Vorbereiten der Klebestellen benötigt. Eine Küchenrolle ist hilfreich, wenn etwas Harz verkleckert wird.

Ergänzung:

Daß Elektrogeräte die Arbeit einfacher machen, gilt auch bei der Bootsreparatur. Für größere Arbeiten sollte man daher einen Deltaschleifer griffbereit haben. Andere Geräte, wie Dremel, Bohrmaschine oder Heißluftpistole, werden hin und wieder einmal benötigt. Genau wie Schraubendreher und -schlüssel kann man diese im Bedarfsfall von einem gut sortierten Heimwerker ausleihen. Somit spart man sich für’s erste die Anschaffung.

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